14.08.1960
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Hatte die Gründung der deutschen Turnerschaft 1860 in Coburg im Zeichen der nationalen Einigung des politischen „Fleckerlteppichs“ gestanden, so war während der Feier des 100-jährigen Jubiläums vom 10. bis 14. August 1960 neben dem sportlichen Aspekt der Wettkämpfe die deutsche Teilung in den Fokus des politischen Rahmenprogramms gerückt.

1946
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Im Dezember 1946 gab der „American Red Cross Club ARCWAY Coburg“ das schmale Heftchen mit Coburger Geschichte für die Besatzungs- und Grenzsoldaten heraus, das mit Hilfe einiger Coburger (Eva-Bianca Hinrichs, Gisela Brose, Dr. Schammberger sowie den Fotografen Armbrecht und Scheibe) produziert worden ist. Das requirierte Hotelgebäude am Salzmarkt diente dem „ARC“ als Casino, in das später das Warenhaus Montag einzog.

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„Mit einer überwältigenden Mehrheit hat sich 1920 die Coburger Bevölkerung für den Anschluß an Bayern entschieden.
Welche Gründe auch immer für ihre Abstimmung maßgebend gewesen sein mögen, an den einen Grund, der für uns heute den Wert der damaligen Abstimmung ausmacht: diesseits des eisernen Vorhangs zu liegen und damit zur westlichen Welt zu gehören – an diesen Grund hat niemand gedacht.“

Eintrag vom

Viele der Flüchtlinge und Heimatvertriebenen waren Katholiken, für die die Pfarrkirche St. Augustin nicht ausreichte. Die seit den 1950er errichteten katholischen Kirchen St. Marien und St. Elisabeth bieten mit den jungen evangelischen Gotteshäusern St. Johannes, Katharina von Bora, St. Lukas, St. Markus und Dr. Martin Luther den Raum für die neuen Gemeinden in der gewachsenen Stadt.

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Die junge Bundesrepublik hatte – noch – keine Armee, musste sich aber auch zur Sicherung der Grenze zum Ostblock beitragen. Daher beherbergten die alten Kasernen im Norden Coburgs seit 1951 eine bedeutende Abteilung des „Bundesgrenzschutzes“, dessen Angehörige ihren Dienst mit den amerikanischen Kollegen leisteten.
Ende der 1990er Jahre wurde der Standort Coburg aufgelöst und seither der Bundesgrenzschutz zur „Bundespolizei“ mit neuen Aufgabenfeldern umstrukturiert.

1990
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Die Besucher diesseits und jenseits der DDR-Grenze im südthüringischen bzw. Coburger Raum, begrüßten sich zwar wie gewohnt mit „Gudn Daach“, waren aber häufig überrascht, dass man auf der jeweils anderen Seite des nun löchrig gewordenen „Eisernen Vorhangs“ den selben Dialekt spricht. Die über vierzigjährige Trennung hatte jedoch erhebliche Unterschiede in den Lebensstilen, alltagskulturellen Praktiken, beruflichen Arbeitshaltungen und politischen Anschauungen bewirkt.