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Liebe Mutti, wir alle, Deine ehemalige Familie denken viel an Dich. Entzückt war ich, als Karlheinz mir erzählte, dass er mit Hilde von Carola des Öfteren eingeladen wird und da wird gekocht, was Mutti uns so gerne vorsetzte. Neulich gab es zum Beispiel Hühnerfrikassee. Du Siehst also, Deine Küche, liebe Mutti, ist noch in aller Munde.

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Ob es sich um verschiedene Baukastensysteme handelte, um die Funktionsweise von Modelleisenbahnen, um Comicserien, Kaspars Auftritte im Puppentheater oder um das Kinderkino: In der geteilten Welt der 50er Jahre waren auch die Dinge, die das Kinderherz erfreuten, von Gegensätzen geprägt und den gewohnten Zuordnungsmuster des »Bei uns« und »Bei euch« unterworfen.

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Seit 1948 lebte unsere Familie mit 8 Personen – Mama, Papa, vier Söhne, Opa und Tante in einer 35 Quadratmeter großen Wohnung im Hinterhaus der Raststraße 11. Es muss Anfang der Fünfziger Jahre gewesen sein als der Briefträger einen Luftpostbrief aus Japan brachte. Unser Vater hatte nämlich Jahre vor dem Krieg in Schlesien den japanischen Theologiestudenten Akira Ogihara kennengelernt.