Unsere Gruppe unter der Leitung von Horst Barfuß, später Polizist bei der Bundesbahn, machte sich auf große Fahrt: Anmarsch bis Creidlitz, danach Trampen mit angehaltenem LKW bis zur Jugendburg Feuerstein über Ebermannstadt. Wenn keiner hielt, dann marschierten wir halt weiter(ca. 8 Stunden Mischung aus Fahrt und Marsch).

Die gleiche Gruppe am Ziel. Wir sitzen vor der Jugendburg. Die beiden Kortner-Brüder in der vorderen Reihe. Ami-Zelte warteten auf uns. Unser Strohlager mussten wir uns bei den Bauern im nahen Dorf Rüssenbach zusammenbetteln. Die Jugendburg Feuersteinwar in der Nazi-Zeit eine als historische Burg getarnte wissenschaftliche Entwicklungs- und Teststation für Hochfrequenztechnik z.B. Bomberradar. Um nicht selbst bombardiert zu werden hatten die Nazis listigerweise ein Rotkreuzsymbol auf das Dach gepinselt. Wie man sieht, war das Symbol auch 5 Jahre nach dem Krieg noch sichtbar. Mir ist das Zeichen erst aufgefallen, als ich mir das kleine Foto in Großformat gescannt habe.