Hindenburgstraße

von Lea-Sophie Bär

Die Hindenburgstraße beginnt an der Kreuzung Löwen- bzw. Hindenburgstraße/Mohrenstraße und endet an der Bahnhofstraße.

Paul von Beneckendorff und von Hindenburg (1847-1934) begründete durch die ihm zugeschriebene ,,Befreiung“ Ostpreußens von der russischen Armee seine Popularität. 1916 wurde der selbsternannte „Held von Tannenberg“ Chef der deutschen Obersten Heeresleitung.

Hindenburg Ehrenbürger der Stadt Coburg

Anlässlich seines 70. Geburtstages verlieh ihm die Stadt Coburg am 2. Oktober 1917 die Ehrenbürgerwürde. Die 1919 als Verlängerung der Löwenstraße neu angelegte Straße zur Bahnhofstraße erhielt den Namen dieses seinerzeit jüngsten Ehrenbürgers. Aufgrund seiner Popularität wurde er sowohl 1925 als auch 1932 als Reichspräsident gewählt. Kritisiert wird Hindenburg noch heute dafür, dass er 1933 Hitler zum Reichskanzler ernannt und somit die Machtergreifung der Nationalsozialisten ermöglicht hat. Am 2. August 1934 verstarb Hindenburg in Neudeck (heute: Ogrodzieniec, Polen) und wurde im Denkmal von Tannenberg beigesetzt. Der Tod Hindenburgs ermöglichte es Hitler, auch das Amt des Staatsoberhaupts zu übernehmen.

Anzumerken ist, dass bereits jahrelang über eine Änderung des Straßennamens diskutiert wird, obwohl 1946 in Folge des Wunsches des Alliierten Kontrollrats Nr. 30 der Straßenname hätte ausgetauscht werden müssen. Denn wird eine Straße nach einer historischen Person benannt, so muss diese moralisch und vorbildlich gehandelt haben. Aber hat Hindenburg als Mann, der Hitler ins Amt verhalf, dies?

Hinweis

Dieser Artikel wurde im Rahmen eines Schulprojektes von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Ernestinum (Abiturjahrgang 2016/18) im P-Seminar „Straßennamen“ unter der Leitung von OStRin Isolde Heilgenthal-Habel und unter Mitwirkung von Dr. Hubertus Habel erarbeitet.