Die millionenfache „Republikflucht“ aus der kommunistisch-diktatorischen DDR über den sogenannten „antifaschistischen Schutzwall“ in den „Westen“ veranlasste die DDR-Führung während der 1950er Jahre zur Abdichtung und intensivierten Überwachung der innerdeutschen Grenze. Ein mehrere Kilometer breiter Streifen entlang dieser zunehmend befestigten Linie wurde als Sperrgebiet ausgewiesen und die dort lebenden Menschen massiv diffamierend als „Ungeziefer“ unter den Generalverdacht der Fluchthilfe gesetzt. Einzelgehöfte und Dörfer in unmittelbarer Grenznähe wurden geräumt und die Gebäude abgerissen. So glaubte man potenziellen „Republikflüchtigen“ letzte Versteckmöglichkeiten vor dem Grenzübertritt nehmen zu können.

In der thüringischen Nachbarschaft Coburgs war der gesamte „Heldburger Winkel“ als Sperrgebiet erklärt und Billmuthhausen bei Colberg eingeebnet worden. Bei Sonneberg ließ man Liebau und die Bergmühle von der „Bildfläche“ verschwinden