Auch die Autofahrer, die gerade zu dieser „Kaffeelandezeit“ auf der Strecke Tremersdorf-Rottenbach unterwegs waren, mussten sich in Geduld üben, denn als Landeplatz hatte man inzwischen diese Straße ausgemacht, und sie wurde erst wieder freigegeben, nachdem man im Besitz des „inzwischen berühmten Kuchenpaketes“ war. Einer der Piloten, der etwas Deutsch sprach, so berichtete mir Karl-Heinz Fiedler, versicherte ihm einmal, dass der Kuchen seiner Frau recht gut geschmeckt habe.

Die Hubschrauber wurden immer unmittelbar vor dem Bahnhof Görsdorf, bzw. später direkt auf der Ortsverbindungsstraße von Tremersdorf nach Rottenbach „geparkt“. Die Autofahrer mussten sich bei diesen „Kaffee-Außenlandungen“ immer in Geduld üben, bis sie weiterfahren konnten. Wie auf dem Foto zu sehen ist, holt sich gerade ein Hubschrauberpilot sein Kuchenpaket ab

Nach der Grenzöffnung hatten diese „Außen- und Zwischenlandungen“ ein Ende gefunden. Als die US-Hubschrauberstaffel wieder nach Amerika verlegt wurde, haben sich die Piloten noch bei ihren Gastgebern mit einem Blumenstrauß und einem Zinnteller mit Gravur gebührend verabschiedet.

Heute können sie wieder ohne Fluglärm ihren Wohnsitz am ehemaligen Bahnhofsgelände Görsdorf genießen, doch sagten mir Karl-Heinz Fiedler, seine Frau Rosemarie und seine Schwester Angela Wulsch, dass sie sich gerne an die Zeit der Hubschrauberlandungen zurück erinnern. Vielen Dank an Angela und Karl-Heinz (Molly), die mich bei dieser Reportage unterstützten und auch die Fotos zur Verfügung gestellt haben.

Teil 1

Teil 2