Für die Coburger Wirtschaft bereitete die zunehmende Abschottung der nahen „Ostzone“ hinter dem „Eisernen Vorhang“ wachsende Probleme in der frühen Phase des „Kalten Krieges“. Der Konflikt der freien westlichen Welt mit den USA als Führungsmacht gegen den kommunistischen, von der Sowjetunion dominierten „Ostblock“ ließ die nahe „Zonengrenze“ zu den alten Absatzmärkten in Thüringen immer dichter werden. Als dann auch die noch nicht mal hundertjährige Werrabahn unterbrochen wurde, wurden die Zugfahrten der Handelsgüter und der Reisenden in den Nordwesten Deutschlands durch den Umweg über Würzburg unverhältnismäßig lang und teuer.