1938 fand ein Wechsel in der Hausleitung statt. Für Diakonisse Anna Nittinger, die, vom christlichen Glauben geführt, über all die Jahre hinweg Erstaunliches vollbringen konnte kam nun Diakonisse Anna Selz, die das Altenheim Lützelbuch durch erneut äußerst schwere Zeiten hindurchzuführen hatte. Es galt primär, die Versorgung und Pflege der Hilfsbedürftigen, aber auch die Existenz der gesamten Einrichtung über die kritischen Kriegs- und Nachkriegsjahre hinweg zu sichern. Worte der Bewunderung und der besonderen Wertschätzung für das, was Diakonissen zusammen mit Mitarbeitenden, die keiner Lebensgemeinschaft angehörten, in dieser „braunen Zeit“ im Auftrag der Diakonie und für die Diakonie Neuendettelsau geleistet haben, dürfen an dieser Stelle meiner Ausführungen nicht fehlen. Ohne den Einsatz der Diakonissen wäre wohl die Lützelbucher Filiale aufgrund allgemeiner politischer Unruhen in der Region, gesellschaftlicher Unzufriedenheit und ausgeprägter Armut möglicherweise in größere Bedrängnis geraten.

1958 ging Diakonisse Anna Selz in ihren wohlverdienten Ruhestand und eine weitere Diakonisse, Schwester Sophie Lechner, führte der Weg nach Lützelbuch. Sie konnte während ihrer etwa 17 Amtsjahre zahlreiche bauliche Veränderungen innerhalb der bestehenden Gebäude herbeiführen. Schwester Sophie hat seinerzeit, so wurde mir von verschiedenen Seiten her immer wieder berichtet, mit vorbildlicher Herzlichkeit und Gottes Liebe Kontakte zu den Bürgern am Ort, außerhalb des Heimbereichs, gepflegt und vertieft.

Im Jahr 1975 zog Diakonisse Sophie Lechner in eines der Feierabendhäuser nach Neuendettelsau um, wo sie derzeit ihren Ruhestand verbringt und sich im Kreis der Diakonissenschaft geborgen weiß.

Mit ihrer Nachfolgerin, Diakonisse Schwestern Lina Moßthauer, kam ebenfalls eine Persönlichkeit nach Oberfranken, die sich im Altenheim Lützelbuch tatkräftig für die Förderung einer lebendigen Glaubens- und Hausgemeinschaft einsetzte. 1983 zog Schwester Lina, wie ihre Vorgängerin, in den Feierabend nach Neuendettelsau um. Vorher führte sie uns, das zukünftige Heimleiter-Ehepaar Greve, mit herzlichen Segensworten in die mittlerweile größer gewordene „Lützelbucher Heimfamilie“ (ca. 75 Bewohner und etwa knapp 40 Mitarbeitende) und gab uns damit auch einen besonderen Mut und Kraft im Glauben für die Anfangszeit mit auf den Weg.