Salzgasse

von Lisa Hopf und Ariane Kobriger

Bis 1840 hieß die von der Herren- zur Grafengasse führende Theatergasse Salzgasse. Sie verband die Innenstadt mit dem Salzmarkt.

Salz ist ein lebensnotwendiger Würzstoff und daher schon immer ein wichtiges Handelsgut, da es eines der wenigen Konservierungsmittel war. Früher wurde Salz auf Handelswegen befördert, welche auch Salzstraßen genannt wurden. Die Landesherren besteuerten diesen Handelsartikel. Daher durfte Salz nur an bestimmten Plätzen gelagert und verkauft werden.

Den Coburger Großhandel mit Salz aus Preußen, Hessen und Sachsen-Hildburghausen betrieb nach dem Dreißigjährigen Krieg ein herzoglich privilegierter Händler am Salzmarkt, der das „weiße Gold“ an die lokalen Einzelhändler verkaufte und von seinen Einnahmen für sein Handelsvorrecht Abgaben an die Landesregierung abführen musste. Durch den deutschen Zollverein von 1834 verlor das Salzhandelsprivileg seine Bedeutung, weil die Zolleinnahmen ersatzlos wegfielen.

Hinweis

Dieser Artikel wurde im Rahmen eines Schulprojektes von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Ernestinum (Abiturjahrgang 2016/18) im P-Seminar „Straßennamen“ unter der Leitung von OStRin Isolde Heilgenthal-Habel und unter Mitwirkung von Dr. Hubertus Habel erarbeitet.