Oberbürgermeister Langer wünschte 1949, ein Jahr nach dem Beginn seiner Amtszeit, eine Amtskette zu repräsentativen Anlässen tragen zu können. Nachdem die 1945 vom US-Stadtkommandanten eingezogene Amtskette aus dem „Dritten Reich“ wieder aufgetaucht war, sollte das Hakenkreuz auf der Kapsel durch das „St.-Mauritiuswappen“ ersetzt werden. Dies scheiterte jedoch 1950 an der Finanzierung.

Erst 1958 stifteten Industrie – die Stadt hatte 1951 eine Industrieförderungsgesellschaft gegründet – und Schützengesellschaft dem Oberbürgermeister eine neue Amtskette, jedoch nicht mit dem normgemäßen Wappenbild, sondern mit einem negroiden „Mohrenkopf“ im Hauptstück, das von einem blutbetropften Stacheldraht als Symbol der nahen DDR-Grenze gerahmt ist.