Franz Klingler wurde am 14. Mai 1875 in Oettingen im Rieß geboren. Bereits bei seiner Geburt verstarb seine Mutter Rosina Klingler, den Vater Johann Michael Klingler, berittener Gendarm, verlor er im Alter von zehn Jahren. Nach dem Besuch der Volks- und Realschule sowie einer kaufmännischen Lehre in München und Berufstätigkeit insbesondere in Ostheim vor der Rhön trat er 1903 der SPD ein, wurde Funktionär im Deutschen Holzarbeiterverband und heiratete 1906 seine Frau Ida, gebürtige Lörzel, mit der er fünf Söhne hatte. 1908 organisierte Klingler einen Streik, in der Folge wurde er entlassen. Im Jahr 1908 zog Klingler nach Coburg, wo er am 8. April 1910 in den coburgischen Bürgerverband aufgenommen wurde. Hier begann seine eigentliche politische Tätigkeit. 1912 war er maßgeblich an der Gründung des Coburger Volksblatts beteiligt und wurde auch sein Chefredakteur. Im Zeitraum vom Mai 1915 bis Dezember 1918 war er Soldat und nahm am Ersten Weltkrieg teil. Vom 22. Dezember 1918 bis zum 3. März 1919 war er Vorsitzender des Landesvereins Coburg der SPD. Am 9. Februar 1919 wurde Klingler als SPD-Abgeordneter in die Coburger Landesversammlung und am 10. März 1919 zum Mitglied der dreiköpfigen Regierung des Freistaates Coburg gewählt. Ab dem 8. Juli 1919 war Klingler, nunmehr mit dem Titel „Staatsrat“, Vorsitzender der Regierung.
Klingler engagierte sich während seiner Regierungszeit besonders stark und erfolgreich für die Vereinigung des Freistaates Coburg mit dem Freistaat Bayern. Er war eine Schlüsselfigur, da Teile der SPD, die in der Landesversammlung mit sieben von elf Sitzen die absolute Mehrheit hatte, vor Ort im Gegensatz zu ihm für Thüringen votierten.
Sein Eintreten für Bayern begründete er damit, dass der größere Staat mehr Vorteile für Coburg mit sich brächte. Die anderen thüringischen Staaten stellten Forderungen an Coburg, während Bayern das Land mit Versprechungen umwarb, was Klingler als Verhandlungsführer zu nutzen verstand.
Im Rechts- und Verfassungsausschuss der Landesversammlung hatte Klingler zusammen mit den bürgerlichen Demokraten Hans Schack und Ernst Külbel die Befürworter Bayerns die Mehrheit hatten gegenüber den Sozialdemokraten Reinhold Artmann und Bernhard Lauer, die zu Thüringen neigten. Der Ausschuss formulierte unter anderem schließlich die Abstimmungsfrage: Soll Coburg dem Gemeinschaftsvertrag mit den thüringischen Staaten beitreten?. In einer Vielzahl von Versammlungen warb Franz Klingler für seine Meinung. Das Abstimmungsergebnis am 30. November 1919, bei dem 26.102 Stimmen (88,28 Prozent) gegen und nur 3.466 Stimmen (11,71 Prozent) für Thüringen abgegeben worden waren, belohnte seinen Einsatz, so dass nach Abschluß des Staatsvertrages vom 14. Februar 1920 am 1. Juli 1920 die Vereinigung des Freistaats Coburg mit dem Freistaat Bayern vollzogen werden konnte.
Bei den Nachwahlen zum Bayerischen Landtag im November 1920 wurde Klingler zum Mitglied des Bayerischen Landtages gewählt, bei allen folgenden Wahlen bis 1932 jeweils wiedergewählt. Die Persönlichkeit Franz Klinglers bestimmte auch bis 1933 die Tätigkeit der SPD im Coburger Land, auch als Hauptredner in vielen Versammlungen. Darüber hinaus war er in zahlreichen Vereinen Coburgs aktiv, natürlich in den sozialdemokratischen Vereinen Arbeiter-Sängerchor, Arbeiterpresse Unterstützungs-Vereinigung, den Freien Turnern, Konsumgenossenschaft und Volksfürsorge, darüber hinaus auch Vorstandsmitglied der Coburger Landesstiftung, Verwaltungsratsmitglied der Niederfüllbacher Stiftung sowie Mitbegründer des Coburger Heimatvereins, der heutigen Historischen Gesellschaft Coburg.
Von den gerade in Coburg seit den frühen zwanziger Jahren aufstrebenden Nationalsozialisten war er gefürchtet und verhaßt. Bereits im Oktober 1922 engagierte er sich beim Kampf gegen den dritten „Deutschen Tag“, der – unter Anwesenheit Adolf Hitlers – in Coburg stattfand. Im November 1922 kritisierte er im Bayerischen Landtag scharf die „Kapitulation der Staatsgewalt vor den Hitler-Gardisten“.
Seine Gegner schreckten nicht vor Mordandrohungen und Gewalttätigkeiten zurück. Dies führte dazu, dass er mehrere Male überfallen und zu Boden geschlagen wurde. Am 15. Januar 1930 schließlich wurde er gegen 0.30 Uhr auf dem Heimweg vom Volkshaus in der Seidmannsdorfer Straße von zwei SA-Männern überfallen und mit Stahlruten und Gummiknüppeln bewusstlos geschlagen. Die Täter wurden nicht ermittelt.
Das Jahr 1933 brachte einen jähen Abschluß. Noch am 3. Februar 1933 – also nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten – sprach er, obwohl er bereits hohes Fieber hatte, in einer Versammlung;  seine letzten Worte waren: „Wer Hitler wählt, der wählt den Krieg!“. Kurz nach seiner Heimkehr musste man ihn noch in der Nacht in das Landkrankenhaus einliefern. Dennoch versuchte die SS immer wieder, ihn in ihre Hände zu bringen. Nur der Hinweis auf seine tödliche Krankheit und die Standhaftigkeit der verantwortlichen Ärzte, insbesondere des Chefarztes Dr. Zapf,  verhinderten dies. An seiner Stelle wurde sein Sohn Otto verhaftet und mißhandelt.
Am 15. Juli 1933 starb Franz Klingler nach langer Krankheit. Doch auch vor seinem Tod machte der Haß der Nationalsozialisten nicht Halt. Nachrufe auf seiner Beerdigung waren untersagt. Die Namen der trotz Verbots anwesenden Hunderten von Trauergästen wurden notiert.
Auch heute noch ist das Coburger Land dem Vater der Vereinigung des Freistaats Coburg mit dem Freistaat Bayern zu großem Dank verpflichtet.