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Glockenberg

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63452 Herzogliches Mausoleum (erbaut 1853-1858) auf dem Glockenberg.

Das (ehemals Herzogl.) Forst- und Domänenamt Coburg (Glockenberg 7), 1879/80 erbaut von Julius Martinet (1829-1899).

Glockenberg

von Leon Limbrunner

Die Straße Glockenberg verläuft ab dem Steintor bis zum neogotischen Gebäude des Forstbetriebes Coburg auf der Trasse der Hohen Straße, knickt dort ab und mündet östlich in die Seidmannsdorfer Straße. An sie grenzen die Hohe Straße, der hintere Glockenberg und die Untere Realschulstraße.

Den Namen erhielt der Glockenberg, durch das dort ansässige alte Coburger Glockengießerhaus. Die Entstehung ist unbekannt, doch aus unterschiedlichen Quellen geht hervor, dass um 1594 Paul Werther, der Glockengießer in Coburg war. Mit dem hohen Alter der Straße, bringt sie einiges an Geschichte mit. Beispielsweise fand im Jahr 1632  am 28. September ein Gefecht gegen wallensteinische Soldaten, am Glockengießerhaus statt, bei dem drei Coburger starben. Daraufhin errichteten kaiserlichen Truppen 1634 zur Verteidigung, vor einem weiteren Kampf, Schanzen, welche das Glockengießerhaus und die Umgebung schützten. Im Jahr 1879 wurde die Gießerei abgerissen und als Forst- und Domänenamt neu gebaut, welches seit 1920 im Besitz des Freistaates Bayerns ist.

Am Glockenberg existiert jedoch auch noch eine Realschule, welche ebenso wie die Glockengießerei mit viel Geschichte verknüpft ist. Die Realschule Coburg 1, oder kurz „CO 1“. In dieser wurde am 1. September die ersten Unterrichtsstunden in den Räumen des Ernestinums und der Pestalozzischule abgehalten. Aufgrund der steigenden Schülerzahl, benötigte die Schule jedoch ein eigenes Schulgebäude, welches 1957 fertiggestellt wurde und heute noch existiert. Zusätzlich zur Realschule CO 1 und zur Glockengießerei, war die Stadtgärtnerei, die herzogliche Reitbahn und der Garten des Erbprinzen Ernst Friedrich von Sachsen-Coburg-Saalfeld im Glockenberg beheimatet.

Doch im Glockenberg ist auch ein Friedhof zu finden, an den auch ein jüdischer Friedhof grenzt. Der Friedhof am Glockenberg wurde im Jahr 1847 erschlossen und verfügt über ein herzogliches Mausoleum, das 1853 bis 1858 errichtet wurde. Dort sind zwölf Mitglieder der herzoglichen Familie bestattet, wie beispielsweise die Herzöge Ernst I. (1784-1844), Ernst II. (1818-1893) und Alfred (1844-1900) von Sachsen-Coburg und Gotha und Prinz Ferdinand von Sachsen-Coburg-Kohary (1785-1851).

 

Dieser Artikel wurde im Rahmen eines Schulprojektes von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Ernestinum (Abiturjahrgang 2016/18) im P-Seminar „Straßennamen“ unter der Leitung von OStRin Isolde Heilgenthal-Habel und unter Mitwirkung von Dr. Hubertus Habel erarbeitet. 



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Quellen

Beitrag „Glockenberg“, in: Coburg Magazin Forum. URL: http://www.coburg-magazin-forum.de/t507991f11793357-Glockenberg-3.html#msg7266203 (Abgerufen: 11. Januar 2018). Beitrag „Das Herzogliche Mausoleum auf dem Glockenberg“, in: Coburg Magazin Forum. URL: http://www.coburg-magazin-forum.de/t507187f11779222-Das-Herzogliche-Mausoleum-auf-dem-Glockenberg-Beitrag-vom.html (Abgerufen: 11. Januar 2018). Eberlein, Franz: Die Straßennamen der Stadt Coburg, Coburg 1987.


Informationen

Kategorien: Straßennamen

| Mittelalterliche Straßennamen |

letzte Aktualisierung am 26.01.2018 08:23:04


 

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