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Bahnhofstraße/Adolf-Hitler-Straße

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Bahnhofstraße/Adolf-Hitler-Straße

von Jan Krause

Die Adolf-Hitler-Straße war die frühere Bahnhofstraße. Sie beginnt an der Hindenburgstraße und wurde am 12. Mai 1933 umbenannt. Dass die Bahnhofstraße zur Adolf-Hitler-Straße wurde rührte daher, da sie die zur damaligen Zeit als eine der schönsten Straßen Coburgs galt.

Die Umbenennung geschah als weitere Ehrung Adolf Hitlers. Die Stadt Coburg hatte eine recht enge Verbindung zu Adolf Hitler (1889-1945): Sie war Austragungsort des 3. Deutschen Tages am 14. und 15. Oktober 1922, des ersten reichsweit aufsehenerregenden Auftreten Hitlers, der NSDAP und der SA. Wegen des damit begonnenen Aufstieg Coburgs zu ersten deutschen Stadt mit einer NS-Mehrheit im Stadtrat (Juni 1929), verlieh sie ihm als erste Stadt am 26. Februar 1932 die Ehrenbürgerwürde.

Im Vorfeld der Umbenennung gab es gewissermaßen einen innerstädtischen Wettbewerb verschiedener Straßen, deren Bewohner per Unterschriftenlisten um den Namen „Adolf-Hitler-Straße“ konkurrierten.

 

Dieser Artikel wurde im Rahmen eines Schulprojektes von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Ernestinum (Abiturjahrgang 2016/18) im P-Seminar „Straßennamen“ unter der Leitung von OStRin Isolde Heilgenthal-Habel und unter Mitwirkung von Dr. Hubertus Habel erarbeitet. 



Verknüpfte Dokumente
 
Quellen

Habel, Hubertus: Wie alles anfing: Der „Dritte Deutsche Tag“ in Coburg am 14./15. Oktober 1922, in: Initiative Stadtmuseum Coburg e. V. (Hg.): „Voraus zur Unzeit“: Coburg und der Aufstieg des Nationalsozialismus in Deutschland (Coburger Stadtgeschichte, Bd. 2), Coburg 2004, S. 33-36. Habel, Hubertus: Hitler-Kult, in: Initiative Stadtmuseum Coburg e. V. (Hg.): „Voraus zur Unzeit“: Coburg und der Aufstieg des Nationalsozialismus in Deutschland (Coburger Stadtgeschichte, Bd. 2), Coburg 2004, S. 91-98. Stadtarchiv Coburg: Sig. A15848.


Informationen

Kategorien: Wiedervereinigung |

letzte Aktualisierung am 26.01.2018 08:35:10