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Stolperstein für Max Forchheimer, Bahnhofstraße 28

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Max Forchheimer wurde am 13. Oktober 1884 in Adelsberg geboren. Er besaß eine Möbelfabrik in der Nähe von Coburg und war geschäftlich oft unterwegs, meistens in Holland. Im ersten Weltkrieg wurde ihm das Eiserne Verdienstkreuz verliehen. 1921 heiratete er Helen Krämer und lebt in Coburg bis Ende 1938. Bis in die frühen 30er Jahre diente Max als Kantor in der Coburger Synagoge. Er und Helen hatten zwei Kinder: Ruth und Robert. Am 23. September 1938 schrieb Max seinen Kindern, die eine amerikanische Schule in Berlin besuchten, folgendes: „Ich bin mir sicher, dass im Leben nicht alles glimpflich verlaufen kann…“

Zwei Monate später war Max geschäftlich in Schweden, als die Reichsprogramnacht sich ereignete. Eine versteckte Nachricht seiner Frau warnte ihn vor der Rückkehr nach Deutschland. Er wusste damals nicht, ob er seine Familie jemals wiedersehen würde. Erst Ende 1939 traf er seine Familie in Cleveland in Ohio wieder. In Cleveland arbeitete er zunächst als Nachwächter, bevor er wieder dem Beruf nachging, den er vorher ausgeübt hatte, nämlich als Repräsentant einer Möbelfabrik. Er starb am 25. September 1977, einige Wochen vor seinem 93. Geburtstag.

 

Die Patenschaft haben Angehörige der Familie Forchheimer übernommen.

 

 


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Quellen

Fromm, Hubert: Die Coburger Juden. Geschichte und Schicksal. Herausgegeben vom Evangelischen Bildungswerk Coburg und der Initiative Stadtmuseum Coburg. Neustadt bei Coburg. Patzschke 2001.


Informationen

Kategorien: Stolpersteine | Jüdische Frauen |

letzte Aktualisierung am 29.07.2014 11:39:53