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Internatsschule

Diese war in der Ketschendorferstrasse in der Nähe der heutigen St. Nikolaus-Kapelle. Nachdem das Internat mit Schülern besetzt war, ging man auf die Nachbarschaft zu, ob man weitere Schüler aufnehemen kann. Meine Eltern nahmen zwei Schüler auf. Einer war aus Sonneberg und der andere kam aus Lichtenfels. Sie bewohnten das Zimmer meines Bruders, der war damals bei der Wehrmacht eingezogen. Der Schulunterricht war in der alten Aufbauschule, spätere Staatsschule, das heutige Ämtergebäude in der Steingasse. Es war der 20. August 1940, als wir eine Nacht im Luftschutzkeller verbringen mussten. Plötzlich kam es zu Erschütterungen durch Detonationen. Wir erschraken alle, denn die Erschüterungen liessen uns von den Sitzen hochfahren und die Kellerwände zitterten und bebten. Unklar die momentane Lage, war es der erste Bombenangriff auf Coburg? Anderntags auf dem Weg zur Schule, sahen wir die geschädigten Gebäude durch Bombentreffer. Wir Kinder waren sehr betroffen und erschüttert über die Zerstörung. Angst machte sich schon breit. Zufall war, dass meine Freundin Isolde und ich gerade in diesem Moment fotografiert wurden. Somit spiegelt dieses Foto das damalige Zeitgeschehen wieder. Nun zur Sache; wie sich später herausstellte war es kein Bombenangriff, sondern ein Bombenabwurf eines betroffenen feindlichen Flugzeuges.


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Kategorien: Zeitzeugenberichte

| Rund um die Schule | Zweiter Weltkrieg | Meine Kindheit und Jugend in Coburg |

letzte Aktualisierung am 17.03.2014 15:25:08


 

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