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Die Puppenkünstlerin Carin Lossnitzer

26499 Sabber-Baby von Carin Lossnitzer

 1978 begann Carin Lossnitzer (1934 - 2009) eigene Puppen zu entwerfen, zu modellieren und zu bekleiden. Ihre künstlerische Ader und die Ausbildung an der Adolf-Lette-Schule für Mode und Textil in Berlin halfen ihr dabei. Als eine der ersten Künstlerinnen nahm sie die Idee der "Charakterpuppen" von 1908 wieder auf und schuf lebensechte Puppengesichter. Ihre handmodellierten „Sabber-Babies“ - zunächst jedes ein Unikat - erfreuten sich bei Puppensammlern rasch großer Beliebtheit. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie wie echte Babys immer aussehen, als seien sie etwas feucht um Mund und Nase – sie sabbern eben! Die Puppen bestehen aus verschiedenen Materialien: zum Beispiel lufttrocknender Masse (ähnlich Fimo) und Cernit. Als Carin Lossnitzer 1987 ihr Coburger Puppenmuseum eröffnete, dauerte es nicht lange und ein hiesiges Unternehmen wurde auf sie aufmerksam. Von 1989 bis 2003 produzierte die Götz-Puppenmanufaktur in Rödental limitierte Sammler-Serien ihrer Puppen in Vinyl. Neben den „Sabber-Babies“, entwarf Frau Lossnitzer als zweite Serie die „Kinder aus aller Welt“: Sie porträtierte die Kindergesichter der verschiedenen Kontinente und Länder, wobei sie besonders auf die Physiognomie der Gesichter achtete. Die Kleidung entwarf sie nach dem Vorbild der jeweils traditionellen Landestracht. Ab 2004 bis 2008 arbeitete Carin Lossnitzer für die Firma Schildkröt, die heute noch einige ihrer Puppen im Programm hat. Für ihre Sabber-Babies erhielt sie mehrere Auszeichnungen: Bereits 1984 bekam sie dafür zwei Goldmedaillen der Global Doll Society. 1991 verlieh ihr das führende amerikanische Fachmagazin den „Doty Award“, den sog. „Amerikanischen Puppen-Oscar“. 2008 erhielt Carin Lossnitzer für ihr Lebenswerk das deutsche Pendant, den Max-Oscar-Arnold-Kunstpreis. Dieser wird jedes Jahr zum Internationalen Puppenfestival in Neustadt im Mai vergeben. Eine Auswahl ihrer Puppen und Preise sind im „Carin-Lossnitzer-Zimmer" im Coburger Puppenmuseum ausgestellt.
 


Verknüpfte Dokumente
 
Quellen

Coburger Puppenmuseum

Externer Link: http://www.coburger-puppenmuseum.de


Informationen

Kategorien: Das Coburger Puppenmuseum |

letzte Aktualisierung am 22.10.2012 10:44:09


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