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Versetzung nach Würzburg

21790 Dr. Rudolf Däbritz

Familie Däbritz Pfingsten 1937. Im Hintergrund die Söhne Ulrich und Wolfgang.

Gewiss galt seine Liebe den alten Sprachen und der Gedankenwelt der antiken Schriftsteller und Philosophen, aber er wollte diese Welt nicht isoliert sehen, sondern zeigen, wie diese Geisteswelt der Antike über die Scholastik des Mittelalters Grundlage deutschen Geistes und deutscher Kultur geworden ist. Seine Adnotata waren ein Mittel eigener Art, seine Schüler umfassend zu bilden. 

1939 mit Ausbruch des Krieges, wurde er zur Wehrmacht einberufen. Als Major führte er ein Bataillon Landesschützen in Polen. Als er durch ein Kommando die Plünderung einer Lammfellfabrik durch SS-Leute verhinderte, ließ die SS-Führung sein Vorleben auf nationalsozialistische Zuverlässigkeit prüfen und man entdeckte, dass er durch ein Versehen des Wehrbezirkskommandos einberufen worden war. Das Direktorat des Würzburger Alten Gymnasiums wurde darauf ersucht, eine UK-Stellung von Rudolf Däbritz zu beantragen. So war er von 1940 an wieder in Würzburg und lehrte an der Schule. Als späterhin seine Schüler von der Schulbank weg als Flakhelfer in die Stellungen um Schweinfurt geholt wurden, setzte er es durch, sie auch dort weiter bilden zu dürfen.

 

 


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Kategorien: Dr. Rudolf Däbritz |

letzte Aktualisierung am 27.04.2012 11:28:27


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