Alle Artikel

Erläuterung der Artikelklassen
Quelle

Blick vom Morizturm (Sanierung 1998)

924 Die Turmkugel der Morizkirche Foto: Uwe Mohaupt
Die Turmkugel der Morizkirche Foto: Uwe Mohaupt


Die eingerüstete Morizkirche bei Ihrer Sanierung im Jahr 1998
Foto: Uwe Mohaupt
Die eingerüstete Morizkirche bei Ihrer Sanierung im Jahr 1998 Foto: Uwe Mohaupt
Blick vom Morizturm
Foto: Uwe Mohaupt
Blick vom Morizturm Foto: Uwe Mohaupt
Blick auf den Marktpatz vom Morizturm
Foto: Uwe Mohaupt
Blick auf den Marktpatz vom Morizturm Foto: Uwe Mohaupt

Ein Beitrag von Werner Kulmai

1998 stand eine große Sanierung der Morizkirche an. Dazu wurde die Westseite von St. Moriz eingerüstet, einschließlich der beiden Türme. Viele Coburger standen staunend davor und es war oftmals zu hören: „Da hinauf möchte ich nicht unbedingt!“. Eine freundliche Geste zeigte damals das Bauamt, denn man konnte darum bitten, die einmalige Gelegenheit zu nutzen und den höchsten Punkt unserer Innenstadt zu besteigen. Dies war natürlich nicht alleine möglich, sondern in Begleitung eines Mitarbeiters. In meinem Fall war es Her Baier, der die Türe zum Bauzaun öffnen könnte. Von nun an ging es aufwärts. Gut und sicher war die Gerüstanlage. Nach wenigen Etagen stand man dem Namensgeber des Casimirianums gegenüber und konnte ihm in die Augen blicken. Weiter ging es nach oben und es mag wohl die halbe Höhe gewesen sein, als ich vom Ausblick fasziniert war, aber auch meine Knie etwas weicher wurden. Mein Vorschlag, es doch bei dieser Höhe zu belassen, wurde lachend abgelehnt. Also weiter – den Blick geradeaus. Etwa 10 Minuten dauerte der Aufstieg, der immer wieder durch kurze Pausen unterbrochen war, die für den herrlichen Blick in alle Richtungen genutzt wurden. Herrlicher Sonnenschein lag über Coburg. An den Dachflächen konnte man erneuerte Schieferplatten sehen und jeder neue Kupfernagel war mit einem Säurestift markiert. Auch hatten sich zwei Dachdecker mit ihren Namen auf einer Schieferplatte verewigt:

Fa. Wunder

August 1998

Tom Peter

Rudi Hildebrandt

Auf dem Rückweg nach untern, die Höhenangst war lange überwunden, wurden weitere Zeitzeugen sichtbar. Auch ein Emblem aus dem 1000-jährigen Reich, es soll wohl 1935 hier angebracht worden sein. In einem Rundgang konnte man lesen: I.G.EM 1783 und daneben Hans Vonberg 1884. Ob dies wohl Steinmetze sind, die sich verewigt haben? Unser Albert, von hier oben klein, aber standfest, wachte über dem Marktplatz. Als wir wieder auf der Höhe von Herzog Casimir angekommen waren, hatten wir Gelegenheit, unseren Blick in die Neugasse schweifen zu lassen, wo der wunderbare Blumenschmuck am Münzmeisterhaus das Herz jeden Gastes und jedes Coburgers hat höher schlagen lassen. Die beigefügten Bilder wurden zwei Wochen später von Uwe Mohaupt fotografiert, als wir mit seiner wesentlich besseren Kamera den Aufstieg nochmals unternahmen. Wenn ich heute an der Kirche vorbei komme, werde ich immer wieder daran erinnert, wie ich 1998 den Wetterhahn ganz oben habe berühren dürfen.


Artikel versenden
Morizkirche 360 Grad Ansicht

Quelle: www.coburg-virtual.de

Autor: Karin Engelhardt - http://www.coburg-virtual.de/mov/morizkirche.mov

Verknüpfte Dokumente
 
Quellen

Werner Kulmai


Informationen

Kategorien: alle Artikel | Kirchen | Coburg erzählt | Morizkirche |

letzte Aktualisierung am 14.03.2012 11:54:15 von Dr. Kerstin Lindenlaub


Verwandte Artikel


Darstellung

"Wenn a Tüüter draußen is..."

Digitales Stadtgedaechtnis der Stadt Coburg

Markus Wächter auf den Spuren seines Urgroßvaters – des letzten Wächters der Morizkirche Karl Götz ...




Historische Quelle

Film: Die Morizkirche Teil 1

Digitales Stadtgedaechtnis der Stadt Coburg

In der Coburger Morizkirche werden gut verschlossen echte Schätze verwahrt: goldene Kelche für das Abendmahl im Tresor und prunkvoll gestaltete Särge in d... ...




Darstellung

Das alte Uhrwerk

Jahrhundertelang hat dieses mächtige Uhrwerk im Morizturm dafür gesorgt, dass den Bürgern der Stadt die rechte Stunde schlägt. ...




Darstellung 1595

Das Grabmal (Epitaph) in der St. Moriz-Kirche (Teil II)

Das Grabmal hat Nikolaus Bergner aus Pößneck in Thüringen geschaffen in den Jahren 1595 – 1598. Nach der Sitte der Zeit hat er sich selbst in voller Gestal... ...




Darstellung 1595

Das Grabmal (Epitaph) in der St. Moriz-Kirche (Teil I)

Mit dem Grabmal, das Herzog Johann Casimir 1595 für seinen Vater Johann Friedrich II. (1529 – 1595) in Auftrag gab, verbindet sich eine von Schuld und Trag... ...




Darstellung

Die Orgel in der St. Moriz-Kirche

Seit mehr als 550 Jahren gibt es Orgeln in Coburgs Hauptkirche St. Moriz. Erste Belege, die Rückschlüsse auf das Vorhandensein einer Orgel zulassen, finden... ...




Darstellung

Bau und Umbau der Morizkirche: Das 20. Jahrhundert

Digitales Stadtgedaechtnis der Stadt Coburg

Durch die Innenrenovierung der Kirche in den Jahren 1970/71 nach dem Entwurf von Prof. Johannes Ludwig, München, wurde die Raumwirkung des Umbaus durch Joh... ...




Darstellung 1740

Bau und Umbau der Morizkirche: Baumeister David Steingruber

Digitales Stadtgedaechtnis der Stadt Coburg

1740 wurde der ansbachische Baumeister David Steingruber beauftragt, das durch Johann Casimirs Fürstenstand, Gestühl und hölzerne Emporen beengte und verdu... ...




Darstellung

Bau und Umbau der Morizkirche: Baumeister Peter Sengelaub

Digitales Stadtgedaechtnis der Stadt Coburg

In der noch immer im Umbau befindlichen Kirche predigte D. Martin Luther zu Ostern 1530. Statt eines großartigen Gewölbes war unter dem ungeheuren 5stöckig... ...




Darstellung 1520

Bau und Umbau der Morizkirche: Errichtung des Langhauses um 1520

Während des 15. Jahrhunderts war in der Propstei die Pflege klösterlichen Lebens fast ganz erloschen. Der Bau der neuen Schauseite der Pfarrkirche mit dem ... ...




Darstellung 1420

Bau und Umbau der Morizkirche: Neubau der Westfront um 1420

Digitales Stadtgedaechtnis der Stadt Coburg

Um 1420 begann der großzügige Neubau der ganzen Westfront. Die Planung sah zwei gleich hohe Türme und einen zwischen ihnen vorspringenden chorähnlichen Bau... ...




Darstellung 1323

Erste urkundliche Erwähnung der Morizkirche 1323

Digitales Stadtgedaechtnis der Stadt Coburg

1323 wird die Morizkirche in einer Urkunde des Papstes Johann XXII. Erstmals genannt. Über den nach Westen anschließenden Umbau oder Neubau des für die Gem... ...




Darstellung 1300

Bau und Umbau der Morizkirche: Der Neubau um 1300

Digitales Stadtgedaechtnis der Stadt Coburg

Die Morizkirche diente als Klosterkirche der Propstei und zugleich als Pfarrkirche der Stadt. Als man kurz nach 1300 zum Neubau schritt, macht der Propstei... ...




Darstellung 1075

Bau und Umbau der Morizkirche: Der Vorgängerbau

Digitales Stadtgedaechtnis der Stadt Coburg

Das südöstliche Viertel der in der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts planmäßig gegründeten Stadt Coburg war von vornherein zum geistlichen Bezirk bestimmt wor... ...




Historische Quelle

Morizkirche

Der spätgotische Hallenbau wurde Mitte des 18. Jahrhunderts im Inneren barockisiert ...